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26.01.2017 | Hersteller

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Das plant Toshiba im PC-Geschäft

Toshiba will das PC-Geschäft im B2B-Bereich ausbauen und bringt dafür einige Neuheiten an den Start. Der neue PC-Chef Jörg Schmidt, der von Dell gekommen ist, äußert sich zur Strategie.


Von: Klaus Hauptfleisch

Jörg Schmidt, der neue Head of B2B PC DACH

Wie Ende 2015 bereits angekündigt, hat Toshiba das Consumer-Geschäft mit mobilen Rechnern an den Nagel gehängt. «Wenn ich im Sub-500-Euro-Segment unterwegs bin, brauchen wir über Profitabilität nicht mehr reden», sagt Jörg Schmidt, der neue Head of B2B PC DACH. Schmidt ist erst seit etwas mehr als drei Wochen im Amt und ein Nachfolger von Dirk Thomaere. Toshiba gehe es darum, den B2B-Bereich im PC-Geschäft auszubauen und profitable Angeboten für dieses Segment an den Start zu bringen. «Ich freue mich darauf, das vorantreiben zu dürfen», so Schmidt im Rahmen eines Pressegesprächs in München.

Dabei komme es dem Hersteller darauf an, nicht nur durch Hardware, sondern auch durch Lösungen wie LifeCycle-Services zu überzeugen. Schließlich stehen für Schmidt und sein Team die Partner im Vordergrund des Geschehens, da diese in der Lage sind, die Geräte weiter zu veredeln. Bevor Schmidt zu Toshiba kam, war er viele Jahre in verschiedenen Positionen bei Dell beschäftigt. Bereits damals habe er manchmal etwas neidisch auf die hohe Qualität der Business-Lösungen des japanischen Herstellers geschaut, während die mittlerweile eingestellten Consumer-Notebooks zum großen Teil zugekauft wurden.

Um zu zeigen, wie ernst es dem Unternehmen im B2B-Segment ist, hat die Toshiba Europe GmbH Anfang des Jahres eine Reihe von neuen Business-Notebooks mit Intel-Core-Prozessoren der siebten Generation vorgestellt, darunter die Modelle Portégé A30-D, Tecra A40-D, Tecra A50-D und Tecra Z50-D. Der Star ist jedoch das brandneue 2-in-1-Notebook Portégé X20W-D, das nur 1.100 Gramm auf die Waage bringt und mit 15,4 Millimeter dünner ist als eine aufgestellt 1-Cent-Münze. Die Akkulaufzeit soll abhängig vom Prozessor und der Festplatte zwischen 14,5 und 16 Stunden betragen. Step Charge (bei anderen Hersteller Quick Charge genannt) soll schon in nur 30 Minuten für weitere vier Stunden Betriebszeit sorgen. Die Preise gehen allerdings bei 2.050 Euro inklusive Mehrwertsteuer los. Dafür erhält der Business-Kunde aber sehr viel an Leistung und Features, so zum Beispiel ein robustes Voll-Magnesium-Gehäuse, Corning Gorilla Glass 4 zum Schutz für das 12,5-Zoll-Display, ein sogenanntes Hybrid-Air-Cooling-System, ein SecurePad mit Fingerprint Reader oder eine Infrarot-Kamera für die Gesichtserkennung. Der Verkaufsstart des Portégé X20W-D ist für Februar geplant. Eine interessante Ergänzung ist das Thunderboldt 3-Dock, das mit allen wichtigen Schnittstellen ausgerüstet ist. Für Reisende bietet sich das USB-C Travel Dock an, das neben HDMI, VGA und LAN auch USB-3.0-Ports zur Verfügung stellt. 


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