ChannelObserver

ChannelObserver

Das Online-Portal für die ITK-Branche


13.09.2018 | Hersteller

Hersteller

CPU-Knappheit von Intel sorgt für Lieferschwierigkeiten

Die Verknappung von Intel-CPUs hat negative Konsequenzen für den Channel: OEMs haben mittlerweile erhebliche Lieferschwierigkeiten im PC-Bereich.


Von: Redaktion ChannelObserver

Bob Venero, CEO von Future Tech Enterprise

Eine erhebliche Verknappung von Intel-CPUs hat mittlerweile negative Auswirkungen auf den Channel: Die Kapazitäten für 14-nm-Chips sind offenbar knapp. Intel habe nicht mehr die ausreichenden Fertigungskapazitäten, um die Produktion bestimmter Chips im 14-Nanometer-Maßstab wie bisher in seinen eigenen Fabriken vorzunehmen. Stattdessen müsse der Hersteller einen Teil der Produktion zum Konkurrenten TSMC auslagern, berichtet der taiwanische Branchendienst Digitimes. Intel wolle seine vorhandenen Kapazitäten vor allem darauf verwenden, Prozessoren und Chipsätze für Server-Systeme zu fertigen. Das US-Branchenmagazin crn zitiert Bob Venero, CEO von Future Tech Enterprise, der berichtet, dass OEMs mittlerweile erhebliche Lieferschwierigkeiten hätten. Enterprise-Kunden müssten mittlerweile bis zu 120 Tage auf ihre Notebooks warten, so Venero weiter.

Ein großer OEM befürchtet, dass die Verknappung negative Auswirkungen auf das Jahresendgeschäft habe, weil die PC-Nachfrage steigen würde. Acer-CEO Jason Chen geht ebenfalls von einer stärkeren PC-Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte aus und konstatiert, dass die Verknappung im 14-nm-Bereich für die Brand-Hersteller herausfordernd sei, wie Digitimes schreibt. Die Marktforscher von TrendForce bestätigen diese Einschätzungen und prophezeien, dass die CPU-Verknappung die Lieferfähigkeit von OEMs im weiteren Jahresverlauf erschweren würde. Zudem prognostizieren die Analysten niedrigere Preise im DRAM- und SSD-Bereich, weil weniger PCs und Notebooks ausgeliefert werden.


comments powered by Disqus