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Samstag, Mai 4, 2024

Black Friday: Server von Saturn geht in die Knie

Der Black Friday soll für die deutschen Etailer ein Erfolg gewesen sein. Der Online-Shop von Saturn war kurzzeitig nicht erreichbar gewesen.

Der Black Friday, der umsatzstärkste Tag des Einzelhandels in den USA, ist nach Deutschland geschwappt. Am Freitag in der vergangenen Woche warben zahlreiche Online-Shops, aber auch stationären Filialen, mit Rabatten. Dabei waren unter anderem auch Gravis und Apple. Der „Tag der Schnäppchen“ war in Deutschland ein Erfolg, behauptet zumindest blackfridaysale.de. Die Website bündelte die Rabatt-Angebote von rund 500 Online-Händlern. Mit mehr als einer Million Shopper allein zwischen dem Start der Aktion am 28. November um 19 Uhr und Mitternacht seien sogar die Prognosen des blackfridaysale-Teams übertroffen worden. Saturn habe innerhalb der ersten zwei Stunden mehr als 100.000 Besucher über blackfridaysale.de bekommen. Der Reiseanbieter Travador hätte im selben Zeitraum sogar den höchsten Traffic aller Zeiten erhalten. Der simultane Ansturm von mehr als 50.000 Shoppern zum Startschuss der Aktion um 19 Uhr hätte nicht nur den blackfridaysale-Servern zu schaffen gemacht: Im Laufe des Abends zwangen die enormen Besucherzahlen kurzzeitig sogar die Server der Onlineshops von Saturn und anderer Händler in die Knie, so die Website in einer Mitteilung. Unter anderem waren Zalando, Karstadt, Gravis, Galeria Kaufhof, Lego, Disney Store, Sony, Yves Rocher, Puma und The Body Shop auf blackfridaysale.de vertreten.

In den USA fiel der Start am Black Friday dagegen verhalten aus, so die Nachrichtenagentur Reuters. Zwar hätte es einen neuen Rekord bei den Onlinebestellungen gegeben, aber das Umsatzplus in den Geschäften sei deutlich unter den Branchenerwartungen geblieben. Das diesjährige Weihnachtsgeschäft werde wahrscheinlich die schleppende Konjunktur widerspiegeln, so die Prognose von Ökonomen. Die Käufer hätten sich am Freitag häufig auf Schnäppchen wie deutlich verbilligte Flachbildschirm-Fernseher konzentriert. Profitträchtige teure Produkte seien dagegen vielfach in den Regalen liegen geblieben. Die generelle Branchenschwäche werde durch wenige Verkaufsschlager wie Smartphones kaschiert. Die Hälfte des Umsatzwachstums der börsennotierten US-Einzelhändler stamme von Samsung, Apple und Amazon.

Unterdessen hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gemahnt, die Rabatt-Aktionen am Black Friday mit Vorsicht zu genießen. Viele Angebote würden sich nicht als Schnäppchen entpuppen. Bei Apple gab es beispielsweise das iPad Air ab 444 Euro, bei einem regulären Preis von 479 Euro. Beim iPad 2 hatte Apple den Preis von 379 Euro auf 348 Euro reduziert. Das Mac Book Pro gab es für 101 Euro weniger.

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