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25.11.2019 | Distribution

Distribution

Also: Personalabbau bald abgeschlossen

Also will den Umbau der Belegschaft, verbunden mit Personalabbau, bis zum Jahresende abgeschlossen haben. Der Anteil am Broadline-Geschäft soll verringert werden.


Von: Redaktion ChannelObserver

CEO Gustavo Möller-Hergt

Die Umstrukturierung von Also nimmt konkrete Züge an: Man setze den eingeschlagenen Kurs fort, das Geschäft Richtung Cloud-Dienstleistungen umzubauen, gab der Konzern kürzlich auf einem Investorentag in Bern bekannt. Der Umbau der Belegschaft, verbunden mit Personalabbau, sei Ende des Jahres abgeschlossen, so CEO Gustavo Möller Hergt im Gespräch mit Finanz und Wirtschaft. Möller-Hergt will das Unternehmen nun auf weitere Übernahmen vorbereiten. «Es werden einige Opportunitäten auf den Markt kommen.» Fast 80 Prozent seiner Erlöse erwirtschaftet der Konzern noch im klassischen Broadline-Geschäft, von Also «Supply» genannt. Das Unternehmen ziele künftig darauf, nur noch 60 Prozent des Umsatzes im angestammten Supply-Feld zu erzielen, 30 Prozent im Dienstleistungsfeld Solutions und 10 Prozent mit Cloud-Diensten As-a-Service, schreibt das Magazin weiter. Diese Marschroute gab CEO Möller-Hergt bereits im vergangenen Jahr aus.

Also hat erst kürzlich eine neue, revolvierende Kreditlinie (RCF) über 300 Millionen Euro unterzeichnet. Dadurch erhöhe man den finanziellen Spielraum im Hinblick auf die strategische Neuausrichtung der Gruppe sowie weiteres Wachstum auch durch potenzielle Zukäufe, begründete Möller-Hergt die Entscheidung. Die strategische Neuausrichtung der Gruppe dürfte demnach die Ausrichtung auf die lukrativen Geschäftsfelder rund um Lösungen und Cloud sein, die bekanntlich höhere Margen als das Broadline-Geschäft abwerfen. In diesem Zusammenhang sind eventuell auch die Berichte in diversen Channel-Medien zu sehen, wonach Also in Deutschland seinen Lagerbestand erheblich reduziert haben soll. Ware werde häufig nur noch bei konkreten Projekten geordert, heißt es weiter. Möller-Hergt sieht Also bereits seit langer Zeit nicht mehr als «Distributor» oder «Broadliner», sondern eher als «B2B-Marktplatz».


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