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19.09.2017 | Hersteller

Hersteller

Acer: «Kunden sind bereit, für PCs mehr Geld auszugeben»

Das zweite Quartal war das profitabelste von Acer weltweit. Der Hersteller setzt mittlerweile verstärkt auf Premium-Geräte und konnte den durchschnittlichen Verkaufspreis erhöhen.


Von: Redaktion ChannelObserver

Wilfried Thom, bei Acer für das Geschäft in Westeuropa zuständig

Die Zeiten, in denen Acer für günstige Notebooks stand, sind längst vorbei. Mittlerweile setzt der Hersteller auf hochwertige Geräte aus den Bereichen Ultra-Thin, Convertible, 2-in-1 und Gaming. Eine Strategie, die sich offensichtlich auszahlt, denn das zweite Quartal war das profitabelste von Acer weltweit mit der höchsten Marge der vergangenen sechs Jahre. «Der Konsument ist bereit, für PCs mehr Geld auszugeben und hochwertige Geräte anzuschaffen», betont Wilfried Thom, bei Acer für das Geschäft in Westeuropa zuständig, im Gespräch mit ChannelObserver. Im B2C-Bereich habe Acer sogar den höchsten Durchschnittspreis aller Anbieter - mit Ausnahme von Microsoft Surface. Laut den Marktforschern von Gartner sackte im zweiten Quartal der Absatz von Standard-Notebooks im Jahresvergleich um 23 Prozent ab, ultramobile Geräte legten dagegen um 24 Prozent zu. «Wir schlagen genau den richtigen Weg ein. Früher waren wir dem Markt gefolgt, jetzt sind wir Vorreiter», führt der Manager aus. Beispiele hierfür seien das dünnste Notebook der Welt oder Innovationen aus dem Bereich Gaming, die Acer mit der eigenen Forschung und Entwicklung vorantreibt.

Im Segment der Chromebooks, die insbesondere für den Bildungsbereich konzipiert sind, sieht sich das Unternehmen als Weltmarktführer. «Der Markt in Deutschland ist noch klein. Die neue Initiative der Bundesregierung für die Digitalisierung der Schulen ist allerdings eine Möglichkeit, das Segment nach vorne zu bringen.» 40.000 Schulen in Deutschland sollen künftig mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden. Für das Mammut-Projekt soll der Bund fünf Milliarden Euro bereitstellen.

Diese Märkte will Acer gemeinsam mit dem Channel entwickeln. Dabei steht nicht mehr die Gewinnung von neuen Partnern im Mittelpunkt. So hatte sich der Hersteller vor rund drei Jahren das Ziel gesetzt, die Anzahl seiner Partner zu verdreifachen. «Wir gehen jetzt mehr in die Tiefe und verstärken das Geschäft mit unseren Gold- und Platinum-Partner», kündigt Thom an. Bechtle, Cancom, Computacenter oder Ricoh seien Beispiele für erfolgreiche Platinum-Partner. «Selbstverständlich wollen wir auch weiterhin neue Partner gewinnen, aber wir setzen jetzt verstärkt auf entsprechende Qualifizierungen für den Channel.»


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